Heinrich von Kleist

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von Hepperle, Karin (Artikel) (Info)
Artikel in 2 Teilen von Karin Hepperle : Zum 200sten Todestag von Heinrich von Kleist Dass Kleists Faszination ungebrochen anhält, hängt nicht zuletzt mit der Unbedingtheit zusammen, mit der er sein Leben mit seinem Werk verknüpfte: Am 21.
LITERATUR
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Artikel in 2 Teilen von Karin Hepperle : Zum 200sten Todestag von Heinrich von Kleist

Dass Kleists Faszination ungebrochen anhält, hängt nicht zuletzt mit der Unbedingtheit zusammen, mit der er sein Leben mit seinem Werk verknüpfte: Am 21. November 1811 nahm er sich, gerade 34 Jahre alt, zusammen mit der befreundeten Henriette Vogel am Wannsee gegen vier Uhr nachmittags mit zwei gezielten Schüssen das Leben. Nicht aus Angst, in Panik oder im Affekt, sondern in bewusster Entscheidung, die ihm vor dem Tod eine »unaussprechliche Heiterkeit« bescherte und die der Überzeugung entsprang, dass ihm »auf Erden nicht zu helfen war.«
Wie lassen sich Kleists Geburts-Konstellationen seinem bewegten Innen-und Außenleben zuordnen? Seine Mars-Uranus-Opposition steht himmelwärts jauchzend, aber die saturnische Umsetzung wird drastisch gebremst durch die Plutoquadratur. Mit dieser Saturn-Pluto-Konstellation verknüpft sich auch das in seinen Werken negative Vaterbild: Väter sind grausame Tyrannen (z.B. im Werk Das Erdbeben von Chili), im besten Fall unbekannt und abwesend (Pluto-Neptun in Kombination mit Saturn Konjunktion Merkur mit Neptun im Gepäck, z.B. im Fall vom Kätchen von Heilbronn). Saturn ist Herrscher des sechsten Hauses der Lebensbedingungen mit Pluto und Mond im Gepäck. Die zusätzliche Quadratur verschärft diese Konstellation, unter deren Druck die Lebenswirklichkeit (Saturn) Kleists am Ende zusammenbricht.
Rubrik LITERATUR
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Umfang in Seiten 6
Enthaltene Artikel 113-50, 114-46
Person(en) Kleist, Heinrich