Jacques Offenbach

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von Faß, Holger A. L. (Artikel) (Info)
Das Pendeln zwischen den Extremen auf der Suche nach der Ergänzung hat den zwillingebetonten Offenbach sein Leben lang begleitet. Er lebte stets in zwei Welten - oder auch: er saß permanent zwischen den Stühlen.
ASTRO-PORTRÄT
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Das Pendeln zwischen den Extremen auf der Suche nach der Ergänzung hat den zwillingebetonten Offenbach sein Leben lang begleitet. Er lebte stets in zwei Welten - oder auch: er saß permanent zwischen den Stühlen. Seine Oper Hoffmanns Erzählungen ist auch eine Auseinandersetzung mit einer der zentralen Fragen im Leben eines schöpferisch tätigen Menschen: was ist die Kunst? Offenbach, der stets gerne in die hohen Ränge hoher Kunst aufgenommen werden wollte, führt in Hoffmanns Erzählungen die drei großen Opernstilrichtungen vor: die französische Oper (Olympia), die deutsche (Antonia) und die italienische (Giulietta). Alle drei (Geliebten / Opern) bleiben ihm (Hoffmann / Offenbach) vorenthalten. In einer astrologischen Beratung würden wir Herrn Offenbach vielleicht bei seinem Streben nach beruflicher Anerkennung in etablierten Kreisen auf seinen MC im Wassermann hinweisen: der gesellschaftliche Erfolg findet außerhalb der Normen statt. "Orientieren Sie sich an Ihren Visionen", würden wir ihm möglicherweise raten. Aber Jacques Offenbach brauchte unseren Rat nicht. Er hat seine Visionen verwirklicht. Er löste sich aus den Zwängen seiner Herkunft, mischte Musikstile und kreierte eine völlig neue Form, die Offenbachiaden, und posthum gelang ihm mit Hoffmanns Erzählungen sogar die Aufnahme in das "seriöse Fach": diese Oper gehört heute zum Standardrepertoire jedes anerkannten Opernhauses.
Rubrik ASTRO-PORTRÄT
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Umfang in Seiten 6
Person(en) Offenbach, Jacques (Musiker)
Erschienen im Jahrgang 2007
Heft Nr. Nr. 5
Beginnseite im Heft 45